Technische Grundlagen

Grundlagen:
Die Berechnungsgrundlage des ganzen Projekts bildet die ELO-Formel, mit einigen spezifischen Erweiterungen, wobei der Erwartungswert mit

ErwartungswertTeam1 := 1/(1+(10^((RatingTeam2 - RatingTeam1) / 200)))

berechnet wird.
Daraus ergibt sich, dass zb. ein Team, welches 50 Punkte stärker ist als sein Gegner folgende Berechnung e1 = 1/(1+(10^((-50)/200))). Das ergibt eine ca. 64 prozentige Wahrscheinlichkeit, dass das bessere Team gewinnt. Dieser Wert nähert sich bei größer werdenden Differenzen 100% an. So ist die Wahrscheinlichkeit bei einer Differenz von 200 Punkten (das ist ungefähr der Unterschied GFL <> Regionalliga) schon bei >90%.
Programmtechnische Grundlagen:
Im Gegensatz zum Schach, wo ein Spieler ohne ELO-Zahl zunächst ein Eingangsrating erspielen muss in dem er gegen Gegner mit Ratings Punkte gewinnt, wird hier im Programm jedem Team vor Beginn der Spielrunde ein Ausgangsrating zugeteilt. Dies ist der einzige Eingriff "von außen" in die Ratingzuweisungen! Damit trage ich zum einen der Tatsache Rechnung, dass die Mannschaften nur "wenige" Spiele haben, im Gegensatz zu Schachspielern, die sehr schnell mehrere Dutzend Partien spielen können. Zudem werden so Abstufungen zwischen verschiedenen Ligen generiert. Grundsätzlich ist dabei die Einteilung beliebig. Allerdings habe ich versucht die Abstände entsprechend den wirklichen Gegebenheiten anzupassen. Allerdings ist gerade im Bezug auf länderübergreifende Vergleiche eine gewisse Vorsicht geboten, da die Partiebasis unter den Team sehr klein ist. Innerhalb von Ligen habe ich das Ausgangsrating zumeist für alle Teams auf einen Wert festgelegt, da man zunächst davon ausgehen kann, dass jedes Team gleich stark ist. Ausnahmen von dieser Regelung habe ich bisher nur sehr wenige (zB. Prague Panthers und Lions) gemacht. Der Vorteil bei dieser Methode liegt auf der Hand, ich greife nicht aktiv in das Rating ein, der Nachteil ist, dass die Ergebnisvorhersagen in den ersten Spieltagen sehr ungenau sind, nach 3-4 Spieltagen pendelt sich das allerdings meist schon ein und die Spreu trennt sich selbstständig von Weizen.
Programmtechnische Details:
Für die Rankings wird strikt nach der ELO-Formel gerechnet. Wobei es neben den k-Faktor auch noch einen sogenannten SWF-Faktor gibt, den "Sonderwertungs-Faktor"der mit dem k-Faktor verrechnet wird. Das Programm verfügt über diverse SWF-Funktionen, Grundeinstellung ist der "Roosterfaktor3" bei dem der k-Faktor mit den jeweiligen Quotienten von eigenem Elogegnerschnitt und gegnerischem Elogegnerschnitt multipliziert wird.

Für das Erstellen der der Vorhersagen werden diverse weitere Faktoren zugezogen, wie den bisherigen Gegnerschnitt, Heim und Auswärtsperformances der Teams, bisherige Ergebnisse gegeneinander und gegen andere Teams und so weiter. Darauf und auf der Basis der bisher erzielten TD-Punkte wird ein "vermutliches" Ergebnis vom Programm errechnet. Diese Berechnungen sind reproduzierbar und enthalten kein Zufallselement. Nachteil der Berechnung, in der Basiseinstellung, wenn beide Teams mit gleichem Ausgangsrating antreten und bisher noch keine Ergebnisse gerspielt haben, gewinnt das Heimteam 3:0.
Grenzen:
Da das ganze System allein auf den Spielergebnissen incl. TD-Billanz basiert ist es relativ "blind" gegenüber unvorhersehbaren Ereignissen. Weder Verletzungen, noch neue Spieler werden kurzfristig "erkant". Für das Ranking ist das eher sekundär, da letztlich das richtige Ergebnis herangezogen wird. Für die Ergebnisvorhersage sind solche Dinge unter Umständen allerdings essentiell. Dashalb kann es kurzfristig zu völlig falschen Vorhersagen kommen, allerdings pendeln sich diese Ereignisse schnell wieder ins Rating ein, wenn sie wirklich essentiell sind.
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